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Das Toast-Ultimatum
oder Warum Frieden durch den Magen geht!
Eine Science - Fiction Kurzgeschichte von Barry Redhead!
Warum Sie diese Science - Fiction Kurzgeschichte lesen sollten:
Barry Redhead verknüpft in seiner Reihe „GESTERN WAR MORGEN SCHON ALLES ANDERS“ cineastische Bilder mit gesellschafts-kritischen Untertönen. „Das Echo der Leere“ ist eine Hommage an die klassische Cyberpunk-Literatur und stellt die brennende Frage: Wie behauptet sich der Mensch in einer Welt, die ihn nicht mehr braucht?
Das Echo der Leere
Digitale Almosen und
kalter Stahl
Sören starrte auf das
flimmernde Rechteck in seiner Handfläche. Es war ein „Ehren-Zertifikat der
Stufe Alpha“, unterschrieben von einer künstlichen Intelligenz, die den Namen
seines ehemaligen Chefs trug. Dazu eine Abfindung in Credits, die gerade so
reichte, um drei Monate lang synthetisches Algenprotein zu kauen und in einer
Schlafkapsel auf Ebene 9 zu vegetieren.
„Effizienz, Sören.
Verstehen Sie doch“, hatte die Stimme aus den Intercom-Lautsprechern gesagt. Es
war keine menschliche Stimme mehr gewesen. Die Aurelia-Werften brauchten
keine Ingenieure mehr, die mit ölverschmierten Fingern und Intuition an den
Hyper-Einspritzdüsen der Luxusjachten schraubten. Ein Schwarm von Nanobots –
mikroskopisch kleine, silbrig glänzende Termiten aus Metall – erledigte die
Arbeit nun in Sekunden, von innen heraus, ohne Pausen, ohne Gewerkschaft und
vor allem: ohne das Bedürfnis zu atmen.
Mit vierunddreißig Jahren
war Sören ein Relikt. Ein mechanischer Fossilrest in einer Welt aus flüssigem
Code. Er stand im Regen von Neo-Tokio, der nach Ozon und billigem Plastik
schmeckte, und beobachtete, wie die glitzernden Schiffe der Reichen in den
violetten Abendhimmel stießen. Er war der Mann, der sie flugfähig gemacht
hatte. Jetzt war er nur noch ein Mann mit einem wertlosen Hologramm.
Die flackernde
Hoffnung von Unit 7
Das Arbeitsamt für
interstellare Randgruppen befand sich in einem Kellergeschoss, das so tief lag,
dass man das Stampfen der geothermischen Pumpen im Brustkorb spürte. Hinter
einem Tresen aus zerkratztem Polycarbonat flackerte Unit 7.
Die KI-Vermittlerin hatte
die Gestalt einer Frau aus den 1950er-Jahren gewählt – inklusive
Hochsteckfrisur und einer Brille, die auf einer Nase saß, die nicht existierte.
Ihr Bild störte alle drei Sekunden mit grünen Scan-Linien.
„Berufserfahrung:
Triebwerks-Ingenieur. Spezialisierung: Photonen-Segler und Quanten-Antriebe“,
schnarrte Unit 7. Ihr Lächeln war so statisch, dass es Sören eine Gänsehaut
verursachte. „Bedauerlich. Diese Stellen werden derzeit ausschließlich von der Silicium-Union
besetzt. Biologische Einheiten werden dort nur noch als... Dekoration geführt.
Möchten Sie als Museumsführer umschulen?“
„Ich will schrauben“,
sagte Sören heiser. „Ich will das Metall spüren, nicht darüber reden.“
Unit 7 legte den Kopf
schief. Ein kurzes Summen deutete darauf hin, dass sie die Datenbanken der
unbeliebtesten Jobs der Galaxie durchforstete. „Es gäbe da eine Vakanz.
Schwerer Vakuum-Frachter. Die Esh-K’Varr. Sektor Neun. Mechaniker für
Außenhüllen-Integrität.“
Sören stutzte. „Die Esh-K’Varr?
Das ist ein Frachter der Thal’Nog-Hinterweltler? Die atmen doch Ammoniak
und sehen aus wie gekochte Krustentiere mit zu vielen Augen.“
„Ihre Biologie ist für
die Stelle irrelevant“, zwitscherte Unit 7. „Sie arbeiten draußen. Während des
Sprungs.“
„Niemand arbeitet
draußen, wenn das Schiff im Hyperraum ist“, widersprach Sören. „Die
Instabilität würde einen Menschen in atomares Konfetti verwandeln.“
„Nicht in einem
Mark-IV-Nervenanzug“, erwiderte die KI und ein Fenster mit einem Vertrag
ploppte in Sörens Sichtfeld auf. „Er verbindet Ihre Synapsen direkt mit den
Sensoren des Schiffes. Sie werden die Hülle sein. Es ist... sehr
intensiv. Ein Abenteuer! Und die Bezahlung ist dreimal so hoch wie Ihr letztes
Gehalt.“
Sören sah auf das
Kleingedruckte, das an ihm vorbeirauschte wie ein Sternschnuppenschwarm. Er
hatte Hunger. Er unterschrieb mit einem Daumendruck auf das kalte Display.
„Hervorragend!“, rief
Unit 7. „Kleiner Tipp unter Kollegen: Wenn Sie ein Kratzen im Hinterkopf
spüren... ignorieren Sie es einfach. Das ist nur die Physik, die versucht,
Ihnen etwas mitzuteilen.“
Die Esh-K’Varr und
der Ammoniak-Witz
Das Schiff sah aus wie
ein missgestalteter Brocken aus Obsidian, der mit Prothesen aus rostigem Titan
zusammengehalten wurde. In der Luftschleuse begegnete Sören dem Captain, einem Thal’Nog
namens V’rrak. Das Wesen war zwei Meter groß, besaß einen schillernden
Chitinpanzer und vier Mandibeln, die ständig gegeneinander klickten.
„Ein Weichling“, klickte
V’rrak. Der Universalübersetzer an Sörens Ohr klang wie ein schlecht gelaunter
Buchhalter. „Kannst du das Echo ertragen, Menschen-Wurm?“
„Ich habe an
Kernfusion-Reaktoren gearbeitet, während sie instabil waren“, entgegnete Sören
und versuchte, nicht wegen des stechenden Ammoniakgeruchs in Ohnmacht zu
fallen.
V’rrak stieß ein Geräusch
aus, das wie das Zerbrechen von trockenem Holz klang. Ein Lachen. „Kernfusion
ist Physik. Der Hyperraum ist... Meinung. Hier zieh das an. Und versuch nicht,
wahnsinnig zu werden. Das macht Flecken auf dem Deck.“
Sören wurde in den
Mark-IV-Anzug geholfen. Es war kein gewöhnlicher Raumanzug. Er war eng, schwarz
und von tausenden haarfeinen Nadeln durchsetzt. Als die Helmkappe einrastete,
spürte Kaelen einen stechenden Schmerz im Rückgrat. Sein Sichtfeld explodierte.
Er sah nicht mehr durch seine Augen; er sah durch die Außenkameras der Esh-K’Varr.
Er spürte die Vibrationen der Triebwerke in seinen eigenen Zähnen.
„Wir springen jetzt“,
sagte V’rraks Stimme in seinem Bewusstsein. „Viel Spaß beim Flicken,
Weichling.“
Wenn das Vakuum
singt
Der Sprung fühlte sich
an, als würde man durch eine Waschmaschine aus flüssigem Regenbogen geworfen.
Dann wurde alles schwarz – ein Schwarz, das dicker war als Teer. Sören trat
hinaus auf die Hülle. Er war mit einem Magnetseil gesichert, doch er fühlte das
Schiff unter seinen Füßen, als wäre es seine eigene Haut. Er sah den Riss an
Steuerbord. Die Realität sickerte dort ein – oder eher, die Nicht-Realität des
Hyperraums sickerte hinaus. Es war ein leuchtendes, unnatürliches Violett.
Sören kniete sich nieder
und aktivierte seinen Molekularschweißer. Zisch. Punkt. Naht. Dann hörte er es. Es war kein Geräusch, das
durch die Ohren kam. Es war ein Heulen direkt in seinem Frontallappen. Ein Chor
aus Millionen Stimmen, die gleichzeitig flüsterten, schrien und weinten.
„Warum hast du uns
verlassen?“ „Hier ist es so kalt...“ „Hilf uns, die Tür zu
finden...“
Sören erstarrte. Der
Schweißer entglitt ihm fast. „V’rrak! Was ist das? Da sind Leute draußen! Ich
höre Stimmen!“
„Das sind die Xyl’Oth-Echos“,
klickte der Captain über Funk. Sein Tonfall war fast gelangweilt. „Überreste
von Zivilisationen, die vor einer Milliarde Jahren den Hyperraum falsch
berechnet haben. Sie sind technisch gesehen nicht da, aber sie sind sehr
mitteilsam. Nervig, oder? Ich höre sie auch, aber mein Chitin dämpft den
Tenor.“
„Sie schreien mich an!“,
rief Sören, während er verzweifelt versuchte, den Riss zu schließen. Eine
geisterhafte, durchscheinende Hand, die aus nichts als mathematischen
Wahrscheinlichkeiten bestand, legte sich auf seine Schulter. Er schrie auf,
doch er spürte keinen Druck – nur eine unendliche, bodenlose Traurigkeit.
„Willkommen in der
Logistik der Zukunft, Sören!“, lachte V’rrak. „Unit 7 hat wohl vergessen zu
erwähnen, dass der Job eine psychologische Belastungszulage beinhaltet. Aber
hey, zumindest wirst du nicht von Nanobots ersetzt. Die Kleinen kriegen nämlich
bei dem Gejammer der Echos einen Kurzschluss und fangen an, sich selbst zu
fressen.“
Feierabend im
Limbus
Als Sören Stunden später
wieder in der Luftschleuse stand und den Helm abnahm, zitterten seine Hände so
stark, dass er das Siegel nicht lösen konnte. Sein Verstand fühlte sich an wie
ein ausgewrungener Schwamm. V’rrak kam auf ihn zu und
reichte ihm eine Tube mit einer Substanz, die wie blauer Schleim aussah.
„Hier.
Schmeckt wie verfaulte Algen, beruhigt aber die Nervenenden. Gute Arbeit,
Weichling. Die Hülle hält.“
Sören nahm einen Schluck.
Es schmeckte grauenhaft – genau wie sein altes Leben auf der Erde. Er lachte
trocken, ein brüchiges Geräusch in der Enge des Frachters.
„Wissen Sie, V’rrak“,
sagte Sören und wischte sich den blauen Schleim vom Mund. „Auf der Erde hat man
mir gesagt, ich sei veraltet. Zu langsam. Zu menschlich.“
Der Thal’Nog neigte seine
Stielaugen zu ihm. „Veraltet? Im Hyperraum gibt es kein 'alt'. Nur 'da' oder
'nicht da'. Du bist noch da. Das ist mehr, als man von den meisten behaupten
kann.“
Sören sah auf seine
zitternden Hände. Die Stimmen der Echos hallten immer noch leise in seinem
Hinterkopf nach, wie ein fernes Radio. Es war ein schrecklicher Job. Er war
gefährlich, er machte wahnsinnig, und sein Chef roch nach Putzmittel. Aber er hatte ein
Werkzeug in der Hand. Und draußen wartete eine Hülle, die ihn brauchte. Er öffnete seine Konsole
und schickte eine Nachricht an Unit 7: Schick mir die Koordinaten für den
nächsten Flug. Und sag der Buchhaltung, ich will die psychologische Zulage in
bar. Ich muss mir Kopfhörer kaufen. Sehr große Kopfhörer.
ENDE
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