Das Archiv der Eitelkeiten: Paris 3126
Der Himmel über Lutetia war nicht blau, sondern besaß die Farbe von oxidiertem Kupfer, ein giftiges Grünlich-Grau, das schwer auf den Skeletten der Stadt lastete. Das Raumschiff, ein monolithischer Keil aus mattem Chrom, glitt lautlos durch die dichte Atmosphäre. Es landete auf einer Fläche, die einst der Champ de Mars gewesen war, nun aber nur noch eine verkrustete Ebene aus aschfahlem Staub und Glassplittern darstellte. Die Luke öffnete sich mit einem mechanischen Zischen. Drei Gestalten traten ins Freie. Sie waren imposant, jede von ihnen über zwei Meter fünfzig groß.
Ihre Körper waren von einer fast schmerzhaften Schlankheit, die Gliedmaßen lang und grazil wie die von Insekten. Ihre Köpfe, völlig haarlos und von perfekter ovaler Form, glänzten im fahlen Licht. Sie trugen Anzüge aus einem schillernden Gewebe, das das restliche Licht der Sonne in Spektralfarben brach und sie wie wandelnde Prismen wirken ließ.
„Position bestätigt“, sagte Einheit 7-Alpha. Seine Stimme war flach, frei von jeder Modulation, die auf Begeisterung hätte hindeuten können.
„Wir befinden uns im Sektor, den die antiken Karten als Paris bezeichnen.“ Er deutete mit einem langen, viergelenkigen Finger nach Norden. Dort ragte ein bizarres Gebilde auf: Ein gewaltiges Skelett aus Eisen, in der Mitte geknickt wie ein zertretener Grashalm, die braunroten Streben vom Rost zerfressen. Der Eiffelturm, einst das Symbol einer Epoche, neigte sich dem staubtrockenen Bett der Seine entgegen, die nur noch eine tiefe, narbige Rinne im Stadtbild war.
„Die Strahlungswerte sind innerhalb der akzeptablen Parameter für biologische Einheiten unserer Klasse“, stellte 4-Beta fest, während er ein Analysegerät schwang. „Sauerstoffsättigung bei 18 Prozent. Stickstoff dominant. Toxine vorhanden, aber durch unsere Filter neutralisier bar. Die Spezies Homo Sapiens ist hier seit etwa 1042 Standardjahren erloschen.“
„Logisch“ erwiderte 9-Gamma. „Die ökologische Suizid-Rate korreliert mit den Daten des Exodus. Wir schreiben das Jahr 3126 nach ihrer Zeitrechnung. Wir kehren an den Ursprung des Versagens zurück.“
Die drei Archäologen bewegten sich mit fließenden, effizienten Schritten durch die Ruinen. Sie zeigten keine Angst vor den einstürzenden Fassaden oder dem giftigen Staub. Emotionen wie Ehrfurcht oder Grusel waren vor Jahrhunderten aus ihrem Genom entfernt worden, um die Effizienz der Kolonie zu sichern. In einem halb verschütteten Gebäude, das einst eine luxuriöse Boutique gewesen sein mochte, stieß 4-Beta auf eine Ansammlung kleiner, rechteckiger Objekte. Sie lagen geschützt unter einer dicken Schicht aus konservierendem Silikat staub.
„Ich habe Datenträger gefunden“, verkündete 4-Beta. „Primitive Kommunikationsgeräte. Kapazitive Bildschirme. Organische Polymere und Metalle.“
Mit chirurgischer Präzision aktivierte 7-Alpha einen mobilen Energietransmitter. Er legte ein flaches, schwarzes Gerät – ein Smartphone – in das Induktionsfeld. Das Display flackerte. Nach tausend Jahren der Stille erwachte die Hardware unter dem Impuls der überlegenen Technologie zu einem letzten, verzweifelten Leben.
„Ich habe Zugriff auf den lokalen Cache“, sagte 7-Alpha. „Visualisierung beginnt.“ >>> Fortsetzung folgt.
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Neue Reihe: UFOs, UAPs – und warum es keinen Kontakt geben wird: Vorgestellt von Jolene Prendergast
Auf dieser Webseite startet in Kürze eine neue Artikelreihe zum Thema UFOs – heute meist als UAPs (Unidentified Aerial Phenomena) bezeichnet.Dabei geht es nicht um Sensationsmeldungen, Mythen oder moderne Legenden, sondern um eine nüchterne, wissenschaftlich fundierte Einordnung. Diese Reihe vertritt eine klare Position: Was hier unmöglich ist, ist es auch am anderen Ende der Galaxie. Es gibt keine „Ausnahmephysik“ für Außerirdische. Entführungen von Menschen durch Außerirdische können nicht stattgefunden haben. Diese Berichte lassen sich psychologisch, neurologisch und kulturell erklären – nicht physikalisch.
Die Geplagte Schöpfung!
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Der Mensch, der einst aus den Tiefen des Meeres kam, ist heute der größte Feind des Lebens geworden.
Zu dumm, um zu verstehen.
Zu gierig, um zu verzichten. Zu machtbesessen, um zu bewahren.
Und tief in uns wissen wir:
Vielleicht sind zweihundert oder fünfhundert Jahre alles, was uns noch bleibt. Der Glaube, dass Vernunft die Gier besiegt, ist zu einem bitteren Scherz geworden – ein Lachen, das im Hals erstickt. Die nächste Generation wird in Sommern leben, die über 40 Grad brennen. Und wenn eines Tages die Erde wieder still wird, wird sie sich erholen – ohne uns. Denn die Natur braucht den Menschen nicht.
Doch der Mensch braucht die Natur – und hat sie längst verloren.
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🌍 Willkommen in den Welten von Paradies 4.0!
Auf der Webseite www.Paradies40.de öffnen wir Schritt für Schritt die Archive des Planeten Hope und seiner zahlreichen Kolonien. In den Rubriken „Welten“ und „Kolonien“ findest du künftig detaillierte Beschreibungen der Lebensräume, Siedlungen, politischen Strukturen und ökologischen Besonderheiten innerhalb der Paradies-4.0-Galaxis. Diese Texte sind Teil der laufenden Arbeit an der Romanreihe Paradies 4.0 und werden regelmäßig erweitert, sobald neue Kapitel und Hintergrundinformationen fertiggestellt sind. Viele Inhalte stehen bereits jetzt auch in englischer Sprache zur Verfügung – ideal für alle internationalen Fans der Serie.
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